Benekebrunnen

Benekebrunnen

Bad Nauheim, die Kurstadt mit den wundervollen Badeanlagen an den hier sanft auslaufenden Hügeln des Taunus, wurde nicht nur ihrer Schönheit wegen aufgesucht, sondern auch wegen der  hervorragenden Badeärzte.

Zu Ehren des seinerzeit weltberühmten Dr. Friedrich Beneke - er war der erste, der die Bedeutung der kohlensäurehaltigen Quellen bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen erkannte - wurde 1910 der vom Bildhauer Heinrich Jobst geschaffene, und von der Bad Nauheimer Ärzteschaft aus Dankbarkeit gestiftete, Benekebrunnen enthüllt.

Die Säule des aus  Muschelkalk gefertigten Brunnens wird von einer weiblichen Akt-Figur gekrönt, die halb knieend, in ihrer rechten Hand ein Gefäß hält. Diese zwischen Neuklassizismus und spätem Jugendstil einzuordnende Frauengestalt bleibt in ihrer Aussage unbestimmt und lässt sich am ehesten als Darstellung einer Qell-Nymphe bezeichnen. Die Sockelzone trägt, umgeben von einem Reigen Putten, das Bildnis des hier geehrten Dr. Beneke.

Über dem Sockel springende Pferde mit Fischschwänzen und dünne Fontänen speiende Wassermänner nehmen das für Bad Nauheim allumfassende Thema, Wasser als Kraft- und Vitalitätsspender, auf.