Fürstenbad im Badehaus 2

Fürstenbad

Um anspruchsvollen und vornehmen Gästen, den Traditionen des 19. Jahrhunderts entsprechend, besonders luxuriös ausgestattete Räume anzubieten, hatte man in Bad Nauheim vier sogenannte Fürstenbäder eingerichtet, von denen jedoch nur noch eines vorhanden ist.

Die anderen, ebenfalls kostbar ausgestatteten Räume, wurden in den Jahren nach dem 2. Weltkrieg von den Besatzungsmächten teilweise zerstört und später beseitigt, da für sie kein Bedarf mehr bestand.

Das letzte in Badehaus 2 noch vorhandene Fürstenbad besteht aus Vorzimmer, Umkleide- und Ruheraum sowie dem eigentlichen Badekabinett nebst kleinem Nebenraum für das Dienstpersonal.  

Während Vorzimmer und Hauptraum schlicht gestaltet sind und nach alten Abbildungen wiederhergestellt wurden, ist der Baderaum standesgemäß mit goldglänzenden Mosaiken und rosagrauem Lahnmarmor ausgestattet. Der Heilung Suchende fand Linderung in einem Marmorbad zu Füßen der Göttin Aphrodite, griechisch Anadyomene, die aus Schaum geborene. Durch die beiden Schlangen neben ihrem Haupt ist diese Figur gleichzeitig ein Symbol für Hygieia, die Göttin der Heilkunst.

Zu den prominenten Gästen im Sprudelhof zählten unter anderen die russische Zarin Alexandra Fjodorowna, die deutsche Kaiserin Auguste Viktoria, sowie König Ibn Saud.