Dampfauslass der ehemaligen Wäscherei

Technische Bauten

Der Badebetrieb mit bis zu 3.000 Anwendungen täglich stellte hohe Anforderungen an die Infrastruktur, da die Badehäuser mit elektrischem Strom und Fernwärme versorgt und große Mengen Badetücher gewaschen werden mussten. Deshalb wurden zwischen 1905 und 1911 am östlichen Stadtrand, jenseits des Bahnhofs und abseits des Badebetriebes dafür neue technische Bauten errichtet.

Die Saline, in denen man die in den Gradierbauten vorkonzentrierte Sole in großen eisernen Pfannen eindampfte, ist ein eigenständiger Teil dieser Anlage und hat nichts mit dem Badebetrieb zu tun.

Weithin sichtbar ist der Schornstein der Maschinenzentrale, der wie ein Obelisk in den Himmel ragt und das Ostende der großen Achse bildet.

Obwohl Maschinenzentrale und Großwäscherei schlichte Zweckbauten sind, vermitteln sie doch den Eindruck großer Harmonie und Schönheit. An den Dampfauslässen hoch oben auf dem Dach der Dampfwäscherei wird die Funktion mittels Jugendstilmasken dekorativ angedeutet.

Auch Türen und Geländer sind ornamental gestaltet. Die Kesselhalle der Maschinenzentrale zieren ebenfalls sehr individuell ausgeführte kupferverkleidete Entlüftungshauben.