Restaurierte Terrakotta-Kübel

Frank Thielmann und Hermann Pfeffer

Die restaurierten Pflanzkübel aus Terrakotta kehren zurück in den Keramischen Schmuckhof

Große Freude herrscht beim Jugendstilverein Bad Nauheim und der Stiftung Sprudelhof: Zwei Pflanzkübel aus Terrakotta wurden restauriert und sind an ihren Standort im Keramischen Schmuckhof des Badehauses 7 zurückgekehrt. Jetzt ist die aufwändige Restaurierung der Terrakotten in diesem einmaligen Ensemble beinahe vollendet. Lediglich die Einfassung, die den Rasen vom Kiesweg trennt, wartet noch auf ihre Wiederherstellung.

Susan Jusofi und Tobias Jung, Mitarbeiter der Firma Steyer Restaurierung, setzten die beiden großen Kübel instand. Mehr als ein Jahrhundert Regen und Frost hatte sie fast zerstört. Behutsam wurden Fehlstellen ergänzt und farbig angeglichen, ohne jedoch die Reparaturen zu verleugnen. Einfach war die Wiederherstellung der Terrakotta-Pflanzgefäße nicht. Für die Ergänzungen mussten Armierungsgerüste angefertigt werden. Sie halten die - aus Ziegelmehl und anderen Zutaten hergestellten - eingefügten Teile.

Mit Mitteln der Stiftung Sprudelhof Bad Nauheim, der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, des Wetteraukreises und des Jugendstilvereins Bad Nauheim wurde die Restaurierung des Keramischen Schmuckhofes finanziert. Der Jugendstilverein sammelte Spenden und unterstützte die Arbeiten außerdem durch die Aktion „Seepferdchen hilft Sprudelhof“, die mehr als 10.000 Euro erbrachte.

Der Jugendstilverein ruht sich aber nicht auf seinen Verdiensten aus. Er steht vor einem neuen, ehrgeizigen Projekt. Das Fürstenbad im Badehaus 7 wird restauriert und anstelle von Seepferdchen soll der Erlös aus dem Verkauf von 100 Salamander-Replikaten helfen, dieses Vorhaben zu fördern.

Brigitte Lepper

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